|
Immer mehr Menschen schwören auf krampflösende und schmerzlindernde Wirkung
der Schale des Urweizens.
Ein Kissen verspricht Linderung bei Kopfschmerzen, Verspannungen und Bandscheibenbeschwerden,
eine bessere Durchblutung, weniger Müdigkeit, bessere Konzentrationsfähigkeit, gesteigerte
Widerstandskraft gegen Erkältungskrankheiten und Linderung von Asthmaanfällen.
Hokuspokus oder eine werbewirksames Versprechen? Wenn man der zunehmenden Zahl von Menschen
Glauben schenken kann, die auf Dinkelprodukte, wie diese Spelzkissen schwören, dann erfahren
sprichwörtlich über Nacht oft über Jahre von Schmerzen geplagte Menschen Erleichterung
bei Migräne oder Schlaflosigkeit und berichten von besseren Heilungserfolgen bei diversen
Beschwerden.
Dinkel ist in Mitteleuropa seit der Jungsteinzeit als Getreide bekannt, das auch von der
heiligen Hildegard von Bingen im 11. Jahrhundert als Heilmittel erkannt wurde. Schon damals
wurde das Schlafen auf Dinkelspelz, der Hülse des Dinkelkorns, wegen seiner Schmerzberuhigenden
Wirkung empfohlen. Dinkel oder Spelzen ist ein altes, züchterisch wenig bearbeitetes Getreide,
bei dem im Gegensatz zum Weizen das reife Korn fest von Dinkelspelz eingeschlossen ist.
Wegen des festen Spelzverschlusses müssen die Dinkelkörner durch einen besonderen Arbeitsgang,
das Gerben, von ihren Spelzen befreit werden. Anschließend werden die Dinkelkörner zu
Mehl und Schrot vermahlen aus welchen Sie Gebäcke, Brote, Nudel, Kinderbrei usw. herstellen
können. Produkte, die als gesunde Nahrungsmittel und als Diätgetreideartikel auch bei
chronischen Magen- und Darmerkrankungen und Allergien Verwendung finden. Die Schale ist
jedoch das eigentliche Heilmittel in den Spelzkissen und Spelzmatratzen die eine besondere
Federwirkung aufwiesen. "Schon zu Urgroßmutters Zeiten wurden Haferspreukissen als
Kopfauflage bei Zahnschmerzen benutzt, heute sind es Spelzfüllungen, die Menschen
Schmerzlinderung verschaffen", verkündete Hans-Willi Planz, der selbst zu Beginn seiner
Dinkelforschung glaubte, die positiven Rückmeldungen seiner ersten Testperson seien
Einbildung gewesen. "Es wirkt" haben zahlreiche Kunden mittlerweile festgestellt, die
über Rheumaschmerzen klagten, chronische Gelenkschmerzen aushalten mussten oder nach
einem Unfall an einem Schleudertrauma litten. Auch vor und nach Operationen wird das
Dinkelkissen mittlerweile eingesetzt. Der Sportarzt Dr. Klaus Gerlach aus Seibersbach
empfiehlt seinen Patienten, gerade auch bei Bandscheibenvorfällen diese Methode, die
von der Schulmedizin noch stiefmütterlich behandelt wird. Gerade im Halswirbelbereich
sind diese Kissen sehr hilfreich, da sie sich dem Körper gut anpassen. Die Krankheit an
sich wird nicht geheilt, jedoch die Schmerzen gelindert, und das ist für alle Betroffenen
das wichtigste Argument.
Das Geheimnis der Dinkelspelzkissen könnte in dem hohen Kieselsäuregehalt (90% des
Dinkelspelzes) begründet sein. Die Kieselsäure wirkt durch die Haut auf die Organe,
dringt ins Bindegewebe ein, lockert dort offensichtlich Krämpfe und Verspannungen. Die
Kissen halten sehr lange die (Körper) Wärme, finden auch als wohltuende "Wärmeflaschen"
Anwendung. Da die heutige Erscheinungsform des Dinkelgetreides als nicht wesentlich
veränderte Urform angesehen werden kann, die aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit, Robustheit,
Winterhärte und geringen Krankheitsanfälligkeit so über Jahrhunderte nahezu in
unveränderter Form angebaut wurde, verfügt das Getreide noch über die schwer zu
entfernende Spelzhülle, die das Dinkelkorn (Kern) gegen schädigende Umwelteinflüsse
wirkungsvoll schützen, ein wichtiger Aspekt für die Gegenwart und Zukunft.
In Oberfranken wird seit 1995 wieder Dinkel angebaut und bei uns vermahlen. Sie
erhalten hier die ganzen Dinkelkörner oder das daraus gewonnene Mehl und Schrot und
natürlich die gesunden Dinkelspelzen oder damit bereits gefüllten Kissen in verschiedenen
Abmessungen.
|